Der Kymco Yager GT 125 im 14-Tage Test

Yager GT klingt nicht nur schnittig, er sieht auch schnittig aus – der Motorroller aus dem Hause Kymco. Der taiwanesische Hersteller hat sich still und heimlich in Deutschland etabliert.

Das belegennicht zuletzt die Verkaufszahlen: Platz zwei belegt das 125er-Modell in Deutschland.Beliebter ist nur die ewig junge Vespa. Doch während die italienische Mofa-Legende eher als klassisches Stadtgefährt bekannt ist, fühlt sich ihr asiatischer Kollege auch auf der Landstraße pudelwohl.

Das liegt in erster Linie am überraschend flotten 12 PS starken Motor, mit dem der geneigte Rollerfahrer ehe er sich versieht, ordentlich Tempo auf der Tachonadel – pardon, der digitalen Geschwindigkeitsanzeige – zu stehen hat. Erst bei 108 Stundenkilometern ist Schluss. Doch nicht nur das: Der Yager gleitet auch äußerst leichtfüßig um die Kurven, während der Fahrt ist von den mächtigen 145 Kilogramm Leergewicht nichts zu spüren. Den Fahrspaß perfekt macht die stufenlose Automatik-Schaltung, genannt Variomatik, die über jeden Zweifel erhaben ist. Aller Schaltsorgen ledig sollte man nicht den Blick für die Straße verlieren, denn die brettharte Federung lässt dem Fahrer schon bei relativ winzigen Schlaglöchern den Schreck im wahrsten Sinne des Wortes in die Glieder fahren.

Der Yager brummt übrigens im Viertakt über die Straßen, die Klangkulisse, die er dabei entstehen lässt, ist für seine Klasse durchaus ehrfurchteinflößend. Ganz typisch die einzig mögliche Haltung auf dem Roller: Kerzengerade, die Beine im 90-Grad-Winkel. Da freut sich ein jeder Physiotherapeut. Auf langen Fahrten kann das allerdings ganz schön auf die Knie gehen. Dann bietet sich ein kleines Picknick-Päuschen an. Genügend Stauraum für die entsprechenden Utensilien ist unterm Sitz vorhanden. Wem das noch nicht reicht: „Aufmotzen“ lässt sich das Gefährt mit einem Topcase, wie es neudeutsch heißt. Ein kleines Köfferchen, dass sich am Heck des Rollers befestigen lässt. Kostenpunkt für 30 Liter zusätzlichen Stauraum: 79 Euro. Doch am schönsten ist es natürlich, zu zweit ins Grüne zu fahren: Denn selbst mit Sozius lässt sich der gutmütige Taiwaner problemlos steuern und büßt relativ wenig an Durchzugskraft ein. Die Fußrasten für den Hinterbänkler lassen sich übrigens elegant per Knopfdruck ausfahren. Noch erfreulicher ist jedoch der niedrige Spritverbrauch. Kaum mehr als drei Liter benötigt der Yager auf 100 Kilometer. Die erfüllte Euro3-Norm trägt ihr übriges zur Umweltfreundlichkeit des Zweirad-Flitzers bei.

Zum Preis von 2695 Euro bietet der Yager 125 GT auch die nötige Sicherheit. Scheibenbremsen vorne und hinten sind Standard und sorgen für eine gute Verzögerung. Die Plastikverkleidung sieht nicht nur schmuck aus, sie ist auch ordentlich verarbeitet. Auf die Rückspiegel sollte man sich jedoch lieber nicht verlassen – der Blick über die Schulter lässt einiges mehr entdecken, als sich in den Spiegeln tatsächlich wiederfindet. Ans Steuer darf man bereits mit dem Führerschein der Klasse A1, für Jugendliche unter 18 Jahren ist eine Drosselung auf 80 km/h nötig. (jd)

(Quelle: Leipziger Volkszeitug)

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